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Ernst Wilhelm Nay                                                Maler und Grafiker der klassischen Moderne

11.06.1902 Berlin - 08.04.1968 Köln

 

 

 

 

Ernst Wilhelm Nay wurde am 11.06.1902 in Berlin als zweites von sechs Kindern der Eheleute Johannes und Elisabeth Nay geboren.

1921 begann er eine Buchhandelslehre, die er aber nicht beendete. Schon früh interessierte er sich für die Malerei. Als Autodidakt bewies er schnell sein Talent. 1925 stellte er sich mit drei Bildern an der Hochschule für bildende Künste in Berlin vor. Er erlielt ein Stipendium und wurde aufgenommen in die Malklasse von Carl Georg Hofer aufgenommen. Zwei Jahre später wurde er sein Meisterschüler und erhielt ein eigenes Atelier. In dieser Zeit fertigte er respektabble Porträts, Landschaftsbilder und Stillleben.

Ab 1926 beteiligte er sich an Ausstellungen der Preußischen Akademie der Künste in Berlin, der Berliner Sezession, der Münchner Neuen Sezession und dem Kunstverein Hannover.

Im Jahre 1027 lernte Ernst Wilhelm Nay seine spätere Frau Blly (Helene), geborene Kirchner kennen. Im folgenden Jahr beendete er sein Studium an der Hochschule der bildenden Künstler in Berlin.

Es folgte eine Ausstellung "Zehn junge deutsche Maler " in Lübeck.

Er hielt sich dann in Bornholm Stipendium aufgrund eines Stipendiums auf. Dort vertiefte er seinen Malstil insbesondere bei Landschaftsbildern. Auch die wieteren Aufenthalte in Paris und Rom (Stipendium: Aufenthalt in der Villa Massimo) beeinflussten den weiteren Malstil. Dort schuf er surrealistische und abstrakte Bilder.

Im Jahre 1931 erhielt er den Staatspreis der Preußischen Akademie der Künste. 1932 heirateten Ernst Wilhelm Nay und Elly (Helene) Nay, geborene Kirchner.

Es folgte eine Beteiligung an der Ausstellung "Lebendige deutsche Kunst" in Berlin mit abstrahierten Tiegbildern.

Ernst Wilhelm Nay hielt sich in den Jahren 1935 bis 1936 gerne und oft am Vietzkerstrand (Ostsee) auf.  In dieser Zeit entstanden die berühmten Bilder in den Dünen, von Fischern und Menschen am Strand.

 

1937 wurden die Bilder von Ernst Wilhelm Nay aus öffentlichem Besitz beschlagnahmt. Zwei dieser Bilder wurden in der Ausstellung "Entartete Kunst" in München gezeigt. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zum Wehrdienst eingezogen. Er wurde unter anderem als Kartenzeichner an der Westfront eingesetzt. Trotz eines strengen Malverbotes malte er weiterhin Bilder.

Während der Krieges wurde sein Atelier in Berlin, in dem viele seiner Bilder lagerten, zerstört. Nach dem Krieg zog der Künstler nach Hofheim im Taunus. Die ersten Ausstellungen mit Werken von Ernst Wilhelm Nay fanden in der "Galerie Günther Franke" in München und in der "Galerie Dr. Werner Rusche" in Köln statt. Es folgten Ausstellungen in der "Hamburger Kunsthalle", bei der "Kersten Gesellschaft" in Hannover und im "Haus am Waldsee" in Berlin statt.

Die erst Ehe mit Elly Nay wurde geschieden. Ernst Wilhelm Nay heiratete Elisabeth Kerschbaumer.

1951 zog er nach Köln, wo er dann bis zu seinem Tot lebte.

Weitere Ausstellungen folgten in der Galerie "Der Spiegel" in Köln (1954), in den "Kleemann Galleries" in New York (1955), Auf der Berlinade in Venedig (1956), in der "Tate Gallery" in London. An den "dokumenta 1", "dokumenta II" und "dokumenta III" in Kassel beteiligte er sich auch.

1957 beteiligte sich der Künstler an der Ausstellung der deutschen Kunst im "Museum of Modern Art" in New York. Es folgten Ausstellungen in der "Galerie Les Contempotaius" in Brüssel, in den "Kleemann Galleries" in New York und im "Kunstverein für die Rheinlande" in Düsseldorf. Weitere Ausstellungen fanden statt in der "New London Gallery" (1960), in der "M. Knoedler Gallery" in New York (1962), im "Museum Folkwang" in Essen (1962), in der "M. Knoeder Gallery" in New York (1964), beim "Westfälischen Kunstverein" in Münster (1964), in den "Kunstvereinen Hamburg, Karlsruhe und Frankfurt" (1964 / 1965), beim "Kunsthandel Holst Havorsen" in Oslo, im "Würtembergischen Kunstverein Stuttgart, im "Museum des 20. Jahrhunderts" in Wien, sowie in der "Galerie im Erker" in St. Gallen.

Diese Aufzählung zeigt nur einen Teil der Ausstellungen. Sie gibt aber einen Eindruck von der guten Vernetzung Ernst Wilhelm Nay's mit der internationalen Kunst. Entsprechend hoch werden die Bilder in international agierenden Auktionshäusern gehandelt. Im Jahre 2014 wurde das Gemälde "Komposition A" im Kölner Auktionshaus Van Ham für 204 800 € (einschließlich Käuferaufgeld) versteigert.

 

Am 08.04.1968 verstarb Ernst Wilhelm Nay in seinem Haus in Köln.