Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

Ewald Matare'

25.02.1887 Aachen - 29.03.1965 Büderich (jetzt Meerbusch)

 

Ewald Matare wuchs als der jüngste von drei Söhnen der Eheleute Franz Wilhelm und Elisabeth Matare' (geb. Dohlen) in Aachen auf. Sein Vater war Direktor der Chemischen Rhenania Werke.

Matare' besuchte Gymnasien in Aachen bis 1906. Es schloss sich ein Privatunterricht bei dem Bildhauer Karl Krauß und dem Maler Eugenene Klinkenberg an.

Ab 1907 besuchte er die Akademie der Bildenden Künste in Berlin. Dort war er Schüler der Künstler Julius Ehrentraut, Lovis Corinth und Arthur Kampf.

1916 wurde Matare' zum Militärdienst eingezogen; er wurde aber nach kurzer Zeit aus gesundheitlichen Gründen entlassen.

Um 1922 wandte sich Matare' intensiv der bildhauerischen Tätigkeit zu. Seine Themen waren Porträts, menschliche Figuren und Tiermotive. Er entwickelte Skulpturen mit klaren Konturen und glatten Oberflächen.

Diese Zeit hatte auch privat eine große Bedeutung: er heiratete 1922 die Sängerin Hanna Hasenbäumer. Die Tochter Sonja wurde 1926 geboren.

 

Matare' erhielt viele Impulse für seine künstlerische Tätigkeit durch Reisen nach Italien , Dänemark, das Baltikum und Finnland. Es entstanden viele Aquarelle und Plastiken.

RegelmäßigeTeilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung (1924 - 1928) und Reisen nach Paris und London förderten seine Bekanntheit und künstlerische Anerkennung. 1932 wurde Matare' Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Im folgenden Jahr wurde ihm nach dem Aufstieg der Nationalsozialisten die Professur gekündigt.

Matare' erhielt Berufsverbot  als entarteter Künstler. Viele seiner Werke wurden zerstört oder von dem Regim ins Ausland verkauft.

Ab 1946 lehrte er wieder als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf im Bereich Bildhauerei.

Matare' schuf in der Folgezeit viele bedeutende Werke, wie die im Krieg zerstörten Türen des Südportals vom Köner Dom, die Westfenster im Aachener Dom, das Portal des Salzburger Doms und das Portal der Weltfriedenskirche in Hiroshima. Viele weitere Werke von ihm sind im öffentlichen Raum zu finden.

 

Matare' war Mitbegründer der "Rheinischen Sezession". Er nahm an vielen Ausstellungen teil und erhielt viele Auszeichnungen.

 

Von Krankheit wollte er nichts wissen. Bis zu letzt ging er allmorgendlich von seiner Wohnung hinüber ins Atelier. Am 29.03.1965 vertarb Professor Matare in seinem Haus in Büderich (heute in Stadtteil von Meerbusch). Sein Ehrengrab ist auf dem Friedhof Büderich zu finden.