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Johannes Eichler                           Ich schließe die Augen und vor mir erscheint eine Welt 

1912 -1997

 

Johannes Eichler wurde am 16.09.1912 in Zeitz als fünftes Kind eines Formstechers und Musterzeichners und seiner Ehefrau  geboren. In Zeitz verbrachte er seine Kindheid und Jugendzeit. Nach seiner Lehre als Dekorationsmaler begann er 1934 ein Studium an der Akademie für angewandte Kunst in Dresden. Seine eingereichten Zeichnungen und Aquarelle waren so gut, dass er von einer Aufahmeprüfung in die Akademie befreit wurde. Die Stadt Dresden hat ihm gut gefallen und er fühlte sich sehr wohl.

 

Um so schwerer fiel ihm, das Studium 1940 zu beenden, weil er zur Wehrmacht einberufen wurde und als gottesgläubiger Mensch im zweiten Weltkrieg das furchtbare Elend miterleben musste. Während eines Heimaturlaubes 1942 heiratete Johannes Eichler seine erste Frau, Lieselotte Schweinitz. Er geriet 1945 in Gefangenschaft in Jugoslawien. Der Künstler kehrte 1949 aus der Kriegsgefangenschaft nach Dresden zurück. Der Zustand der zerstörten Stadt schmerzte ihn sehr, was auch aus seinen Bildern über das zerstörte Dresden erlebbar wird.  Eichler arbeitete nach seiner Rückkehr aus dem Krieg im Hochbauamt Dresden, Abteilung Malerei. Nach dem Tod seiner Frau im Jahre 1953 kehrte Johannes Eichler nach Zeitz zurück und arbeitete dort als Kunsterzieher.

 

1958 flüchtete er aus der DDR in die Bundesrepublick Deutschland. Er fand eine Arbeit im Atelier für Glaskunst in der Hütte Immenhausen. 1970 wechselte Johannes Eichler zum Graphischen Atelier "Händler und Natermann" in Hann.-Münden.

 

Im folgenden Jahr heiratete er seine zweite Frau, Anne Blask.

 

In dieser Zeit begannen seine bedeutenden Einzelausstellungen in Kassel und Vulpera/Schweiz. Ab 1974 war Johannes Eichler als freischaffender Künstler in Hofgeismar tätig. Eichler fand zu seiner späten künstlerischen Schaffensform. Die geheimnisvolle Vielfalt der Naturformen waren die Vorlage für seine künstlerische Umsetzung. Es folgten Ausstellungen in Luzern/Schweiz, Montreux/Schweiz, Nordheim und Zierenberg.

 

Ab 1980 folgten Ausstellungen in Hann-Münder, Paris, St. Malo, Monte Carlo, Bad Soden-Allendorf, Bonn und München. Es folgten 1991/1992 Ausstellungen in Zeitz und Hofgeismar.

Am 10.03.1997 verstarb Johannes Eichler in Hofgeismar.