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Ilse Häfner-Mode                                                                        Ilse Häfner-Mode über sich selbst   1902 - 1973

 

Ich wurde am 24.12.1902 in Kempen/Posen geboren. Schon mit anderthalb Jahren kam ich nach Berlin. Unmittelbar im Anschluß an die Schulzeit trat ich im Jahre 1919 in das Studienatelier für Malerei und Plastik ein und wurde ein Jahr später Schülerin der Hochschule für bildende Kunst am Steinplatz. Mein Lehrer war Professor Wolfsfeld, der mich bald zur Meisterschülerin ernannte. In dieser Zeit lernte ich auch meinen Mann, den Maler Herbert Häfner, kennen, der ebenfalls Meisterschüler war.

 

Nach Verlassen der Hochschule im Jahre 1925 lebte ich als Malerin in Berlin. 1927 heiratete ich, ein Jahr später wurde mein Sohn, der heute bekannte Maler Thomas Häfner, geboren. Im 3. Reich erhielt ich wegen meiner jüdischen Abstammung keine Malerlaubnis, um allerdings dennoch sehr rege, wenn auch unter Ausschluß der Öffentlichkeit, meiner Arbeit nachzugehen. 1943 kam ich für 8 Monate in ein KZ. Meine künstlerische Arbeit ermöglichte mir und ermöglicht mir noch heute, über die erlittenen Bitternisse hinwegzukommen. In meiner Kunst suche ich, rein Menschliches zur Darstellung zu bringen, besonders dort, wo es sich von seiner liebenswerten Seite zeigt.

 

Nach dem Kriege lebte ich 10 Jahre auf dem Lande und zog später nach Düsseldorf, wo mein Sohn, der die schlimmen Jahre in Indien verbrachte, die Staatliche Kunstakademie besuchte. In Düsseldorf lebe ich noch heute und male unentwegt. Neben Ölbildern und Aquarellen mache ich Bildstikereien. Diese Wollbilder zeigen die gleichen reichen figürlichen Motive, wie auch meine sonstigen Arbeiten.

 

Ilse Häfner-Mode, Foto Erich VetterIlse Häfner-Mode, Foto Erich Vetter